Dokumentarfilm von Mario Di Carlo und Klaus Woller
Ein internationales Musik- und Tanzprojekt wird zum kraftvollen Spiegel globaler Konflikte – junge Künstler*innen begegnen sich auf Augenhöhe und erschaffen aus Vielfalt, Zweifel und Hoffnung einen Klang des Miteinanders.
40 junge Musikerinnen und Tänzerinnen aus aller Welt treffen sich im Sommer 2023 auf der Burg Lichtenberg in Rheinland-Pfalz zum Projekt Ethno Germany, um sich im Peer-to-Peer-Prinzip gegenseitig Folk-Musik und -Tanz beizubringen – ausschließlich über das Gehör, ohne Noten.
Was als Musikprojekt beginnt, entwickelt sich schnell zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den großen Fragen des Lebens: Wie wollen wir miteinander leben? Wie begegnen wir uns? Dabei zeigt der Film nicht die Konflikte, die entstehen, wenn Menschen zehn Tage lang eng zusammenarbeiten – sondern jene, die bereits in der Welt existieren: Kriege, Klimawandel, Nationalismus und Kapitalismus. Die jungen Protagonist*innen arbeiten sich an diesen globalen Spannungen ab – suchend, tastend, zweifelnd, aber auch voller Hoffnung und Kraft.
Der Film begleitet den kreativen Prozess – beobachtend, ohne Kommentar – und gibt den Teilnehmenden Raum, ihre Gedanken, Geschichten und Kulturen durch Musik, Tanz und Gespräche erfahrbar zu machen. Die Burg und die umgebende Natur werden zu stillen Mitspielern: Rückzugsort und Resonanzraum zugleich.
Beim abschließenden Konzert wird spürbar, was in diesen Tagen entstanden ist: ein künstlerisches Statement für Gemeinschaft, Offenheit und kulturelle Vielfalt – und ein poetischer Gegenentwurf zur Welt der Abschottung und des Nationalismus.
Donnerstag 12.3.2026 19:30

